Inhalt - PVDF

PVDF - die anspruchsvolle Lösung

Polyvinylidenfluorid (PVDF) ist ein thermoplastischer Fluor-Kunststoff mit guten mechanischen, thermischen und elektrischen Eigenschaften. Seine Anwendungs­gebiete reichen von der Weltraumtechnik über Chemie-, Labor- und Messtechnik, die Bauindustrie bis hin zum Prothesematerial in der Medizintechnik.

Es zeichnet sich durch eine sehr hohe chemische und UV-Beständigkeit aus und ist selbstlöschend. Das FDA-konforme Material ist völlig ungiftig und bietet, ähnlich wie Glas, keinen günstigen Nährboden für Mikroorganismen. In den mechanischen Eigenschaften zeigt PVDF eine hohe Festigkeit und Steifigkeit, gute Gleiteigenschaft und Abriebfestigkeit.

Durch seine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber fast allen aggressiven Medien bietet PVDF einen extrem breiten Einsatzbereich. Zudem ist PVDF sehr einfach in der Verarbeitung. PVDF-Verschraubungen haben in vielen Anwendungen Einzug gehalten, doch vor allem dort, wo aggressive Medien transportiert werden.

PVDF zeigt ähnliche Eigenschaften wie die teuren Fluorkunststoffe PTFE und PFA. Unter­schiede gibt es vor allem in der Tempe­ratur­beständigkeit, die aber bei vielen Anwendungen nicht die entscheidende Rolle spielt.
 

Warum Kunststoffverschraubungen?

Im Gegensatz zu Verschraubungen und anderen Verbindungselementen aus Metall bieten die aus Kunststoff hergestellten ein deutlich geringeres Gewicht. Sie sind elektrisch isolierend, antimagnetisch und leiten Wärme nur gering weiter. Die Kunststoffteile können in komplizierten Formen gespritzt werden.
 

WerkstoffPolyvinylidenfluorid (C2H3CI)
Schmelzpunktca. +175°C
Anwendung (Auswahl)Halbleiter, Medizin, Pharmazie, Chemie, Biotech
Geeignet für (Medium)DI-Wasser, Säuren, Laugen, chlorierte Kohlenwasserstoffe